Seite wählen

Hamburg:  040  54 80 13  81

Lübeck:  0451 879 291 75

Kiel:  0431 888 112 12

Hannover:  0511 999 788 82

Lüneburg:  04131 707 71 07

Bremen:  0421 221 598 94

Schnellen persönlichen Termin an unseren
Standorten vereinbaren
Schnellen persönlichen Termin an unseren Standorten vereinbaren

Hamburg: 040 548 01 381
Lübeck:  0451 879 291 75
Kiel:  0431 888 112 12
Hannover:  0511 999 788 82
Lüneburg:  04131 707 71 07
Bremen:  0421 221 598 94

Hannover: 0511 999 788 82

Lüneburg: 04131 707 71 07

Bremen: 0421 221 598 94

 
Schnellen persönlichen Termin an unseren Standorten vereinbaren

Sexualstrafrecht

§ 177 Abs. 8 StGB – Verwenden von Waffen oder gefährlichen Werkzeugen oder schwere körperliche Misshandlung oder Gefahr des Todes

Ein weiterer besonders schwerwiegend bestrafter Qualifikationstatbestand ist § 177 Abs. 8 StGB. Als Grundtatbestand ist hier gleichfalls ein sexueller Übergriff oder eine sexuelle Nötigung bzw. eine sexuelle Handlung beim Ausnutzen einer schutzlosen Lage ausreichend. Qualifikationsmerkmal nach § 177 Abs. 8 Nr. 1 StGB ist das Verwenden einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs bei der Tat. Der Strafrahmen liegt zwischen fünf und 15 Jahren Freiheitsstrafe.

 

Mit Waffen sind alle Waffen im technischen Sinne, d. h. Angriffs- oder Verteidigungsmittel, wie Schusswaffen oder Säbel, gemeint.

Die Definition des gefährlichen Werkzeugs weicht ab von § 177 Abs. 7 StGB, wo das Werkzeug lediglich bei sich geführt wird, ab. Bei § 177 Abs. 8 StGB wird es verwendet. In diesem Zusammenhang wird gefährliches Werkzeug als Gegenstand definiert, der nach seiner objektiven Beschaffenheit und konkreten Verwendung im Einzelfall geeignet ist, erhebliche Verletzungen herbeizuführen. Hierbei kann, anders als bei § 177 Abs. 7 StGB, schon das Tuch, das dem Opfer zum Zwecke des Würgens um den Hals gelegt und zugezogen wird, tatbestandsmäßig sein. Auch ansonsten völlig unproblematische Gegenstände, die aber als Schlag- oder Würgwerkzeug verwendet werden, können so den Tatbestand begründen.

Eine weitere Qualifikation findet sich in § 177 Abs. 8 Nr. 2 StGB. Vorausgesetzt ist eine schwere körperliche Misshandlung oder die Gefahr des Todes. Der Strafrahmen beträgt gleichermaßen fünf bis 15 Jahre Freiheitsstrafe.

Eine schwere körperliche Misshandlung liegt vor, wenn eine gravierende Beeinträchtigung des körperlichen Wohlbefindens vorliegt. Eine schwere Folge im Sinne des § 226 Abs. 1 StGB, wie der Verlust des Augenlichts etc., ist allerdings nicht erforderlich. Umgekehrt reicht eine nur rohe Misshandlung nicht aus. Die körperliche Integrität des Opfers muss nach der Rechtsprechung des  Bundesgerichtshofs vielmehr in einer Weise beeinträchtigt sein, die mit erheblichen Schmerzen verbunden ist. Heftige mit erheblichen Schmerzen verbundene Schläge, etwa auf eine bereits gebrochene Nase oder aber auch schon der Vollzug des Analverkehrs, wenn er für das Opfer besonders schmerzhaft ist, können die Qualifikation erfüllen.

Der gleiche Strafrahmen von fünf bis 15 Jahren ist vorgesehen, wenn das Opfer durch die Sexualstraftat in eine konkrete Gefahr des Todes geraten ist. In der Praxis wird in der Regel durch rechtsmedizinische Gutachten ermitteln, ob eine konkrete Gefahr für das Leben aufgrund der im Raumen stehenden Tatsituation vorgelegen hat.

 

Sie haben noch Fragen zu „Verwenden von Waffen oder gefährlichen Werkzeugen oder schwere körperliche Misshandlung oder Gefahr des Todes“ ?

Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Kanzlei im Sexualstrafrecht auf und vereinbaren sie jederzeit einen persönlichen Gesprächstermin an unseren Standorten in Hamburg, Kiel, Lübeck, Hannover und Lüneburg.

Auch eine telefonische Erstberatung, insbesondere, wenn Sie nicht in Norddeutschland leben, ist möglich. Da wir gerade im Ermittlungsverfahren bereits sehr häufig erfolgreich sind und allein durch schriftliche Anträge die Einstellung des Verfahrens erwirken können, verteidigen wir auch bundesweit im Sexualstrafverfahren.

Fachanwalt für Strafrecht Dr. Hennig und Strafverteidiger Albrecht sowie die weiteren Rechtsanwälte im Verteidigerteam sind an allen deutschen Amtsgerichten, Landgerichten, Oberlandesgerichten und dem Bundesgerichtshof für Strafsachen zugelassen.

H/T Dr. Hennig & Thum Rechtsanwälte Rechtsanwälte - Fachanwalt für Strafrecht - Strafverteidiger hat 4,99 von 5 Sternen 209 Bewertungen auf ProvenExpert.com